Mark
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Am 3. November 2003 entschied ein Preisgericht, den Entwurf des Berliner Architekturbüros Geier Maass Pleuser, vertreten durch Jürgen Pleuser, für den neuen Dienstsitz des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) zu realisieren. Dieser entsteht in der Stresemannstraße 128-130 in unmittelbarer Nähe zum Potsdamer Platz. Bei dem Bauvorhaben handelt es sich um die Herrichtung des mittlerweile unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes des ehemaligen preußischen Landwirtschaftsministeriums von 1916 und um einen Neubau, der insbesondere Teile der noch existierenden Mauer aufnimmt.
Durch die Instandsetzung des Gebäudes unter Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Anforderungen, die Errichtung eines Dachgeschosses und eines Anbaus wird dem Bundesministerium eine unverwechselbare Identität verliehen und ein Beitrag zur städtebaulichen Aufwertung an diesem markanten Ort geleistet. Ziel des Wettbewerbs mit seinem vereinfachten Verfahren und einer Bearbeitungszeit von nur 5 Wochen war es, ein Konzept für die funktionale und repräsentative Unterbringung der Dienststelle unter Berücksichtigung städtebaulicher Zielsetzungen zu erhalten und einen Architekten zu finden, dessen "Handschrift" dem Anspruch an ein Ministerialgebäude in dieser Lage in besonderem Maße gerecht zu werden verspricht.
Der Entwurf des Büros Geier Maass Pleuser, Berlin besticht durch die abstrakte Rekonstruktion des markanten historischen Daches. Dieses gibt dem Altbau seine Präsenz im Straßenraum zurück. In ihrer Begründung loben die Preisrichter die Lösung rund um die städtebaulich problematischen Mauerreste: Obwohl der Neubau den Grundstücksgrenzen folgt, weicht das Gebäude in seiner Nordostecke entlang des Mauerfragments zurück und stellt dieses in einer über alle Geschosse reichenden "Fuge" frei.
Nach dem ersten Spatenstich am 29. August 2005 verbleiben rund vier Jahre für die denkmalgerechte Herrichtung des ehemaligen preußischen Landwirtschaftsministeriums und den fünfstöckigen Neubau entlang der nördlichen und östlichen Grundstückgrenze. Ende 2010 sollen die rund 21.000 m² dem Ministerium übergeben werden.
2 years ago