Mark
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Der marode Stettiner Vorortbahnhof wird ab Septembersaniert. Die Firma ANH Hausbesitz baut an der Julie-Wolfthorn-Straße die „Nordbahnhoffices“ Die Scheiben sind eingeschlagen,die Fenster verrammelt. Drinnen muffelt es, alles ist kaputt. Obdachlose haben jahrelang in dem denkmalgeschützten Stettiner Vorortbahnhof gehaust. Jetzt wird die Wiege der Berliner S-Bahn – von hier ausfuhr 1924 die erste elektrische S-Bahn nach Bernau – denkmalgerecht saniert. Nach gescheiterten Versuchen mehrerer Investoren baut die Firma ANH Hausbesitz den 1892 eröffneten Bahnhof aus. Der gelbe Klinkerbau ist das einzige Überbleibsel vom großen Stettiner Bahnhof. Akribisch nach historischen Unterlagen wird die elf Meter hohe Bahnhofshalle restauriert. Die zu Ost-Zeiten zugemauerten Durchgangsbögen zu den
Nebengebäuden werden freigelegt und abgeschlagene Stuckverzierungen, Ornamente und Schmuckkugeln ersetzt. Ende 2011 soll alles fertig sein. In dem historischen Ambiente wird wahrscheinlich ein Nobelrestaurant eröffnen. „Das ist alles sehr hochwertig. Der Mieter muss vom Image her passen“, sagt ANH-Projektleiterin Isabel Mattmüller. Es gebe zahlreiche Interessenten, sogar ein New
Yorker Bar-Restaurant möchte hier seine erste Berlin-Filiale eröffnen. Auch für Galeristen ist der besondere Ort interessant. Beim Anblick der 470 Quadratmeter großen Halle schlägt bei Kunstliebhabern das Herz höher. „Man könnte Emporen für eine Galerie einbauen“, sagt Mattmüller. „Es wird aber eher
Gastronomie“. Draußen ist Platz für eine 160 Quadratmeter große Terrasse mit Blick auf Mittes schönsten Beachvolleyball- Platz. Zeitgleich zur Bahnhofssanierung baut ANH links neben dem Klinkerbau ein 26 Meter hohes Bürohaus. Das sechsgeschossige Gebäude mit einem Staffelgeschoss wird durch einen
eingeschossigen Verbindungsbau an den Stettiner Vorortbahnhof angeschlossen. Im Erdgeschoss und im Verbindungstrakt eröffnen weitere Restaurants oder Geschäfte. Der Pavillon mit Außenterrasse links am Bürohaus ist bereits an einen Coffeeshop vergeben.
Quelle: Berliner Woche, ausgabe Mitte 28-7-2010
Copyright: RKW Rhode Kellermann Wawrowsky
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